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Der AI Deal-Playbook — warum wir für jeden Insolvenz-Fall einen Aktionsplan generieren

Die meisten Käufer in der Distressed-M&A verlieren nicht am Preis. Sie verlieren an der Reaktionszeit. Wenn du 3 Stunden brauchst, um ein 12-Seiten-Dossier zu verdauen, sind die schnellen Käufer schon in der zweiten Verhandlungsrunde. Wir haben etwas gebaut, das diese 3 Stunden auf 10 Sekunden verkürzt — und die persönliche Perspektive einbaut, die kein statisches Dossier je liefert. Das ist der AI Deal-Playbook.

Von Übernahme-Radar Team

Geschäftsbesprechung

1. Warum die Rohdaten alleine nicht reichen

In den letzten 5 Jahren sind ein Dutzend Insolvenz-Datenanbieter im deutschsprachigen Raum entstanden: Insolvenz-Radar, InsolvenzIndex, STP Insolvenz-Portal, AssetRadar, Deal One und andere. Sie machen im Kern alle dasselbe: sie aggregieren §9 InsO-Bekanntmachungen, reichern sie um Handelsregister- und Bundesanzeiger-Daten an und stellen einen Filter drum herum.

Das ist wertvoll — vor allem verglichen mit der manuellen Sichtung von insolvenzbekanntmachungen.de, die keinerlei Filter kennt. Aber es beantwortet nicht die eine Frage, die jeden Käufer nachts wach hält: Was mache ich jetzt konkret mit diesem Fall?

Der Weg vom Rohdatensatz zur Handlung ist der eigentliche Aufwand. Vier bis acht Stunden pro qualifiziertem Fall, wenn man es sauber machen will: Handelsregister-Auszug ziehen, Jahresabschluss aus Bundesanzeiger holen, Marken-Portfolio prüfen, Web-Präsenz analysieren, Verwalter-Historie recherchieren, Kontakt aufsetzen, Erstgespräch vorbereiten. Und diesen Aufwand hast du bei jedem einzelnen Fall.

2. Was der AI Deal-Playbook ist

Der Deal-Playbook ist ein KI-generierter Aktionsplan, den wir für jeden Fall auf unserer Plattform mit Bezug auf DEIN Käuferprofil erstellen. Er kombiniert zwei Eingaben — das Fall-Dossier (angereicherte Registerdaten, Bundesanzeiger, Web-Recherche) und dein persönliches Käuferprofil (Budget-Rahmen, Umsatzspanne, Branchen-Präferenz, Verfahrens-Präferenz, Deal-These).

Das Ergebnis ist ein strukturierter Playbook mit acht Bausteinen: (1) Fit-Score 0-100 mit klarer Bewertung, (2) Begründung in 2-4 Sätzen — warum passt dieser Fall zu dir, warum nicht, (3) geschätzter Asset-Wert in EUR-Range, (4) Budget-Alignment (liegt dein Budget über, im oder unter dem realistischen Preisrahmen), (5) Struktur-Empfehlung (Asset-Deal, selektiver Asset-Deal, Share-Deal via Insolvenzplan, oder Pass), (6) konkrete Fokus-Assets kalibriert auf DEIN Budget, (7) drei Kernfragen für das Erstgespräch mit dem Verwalter (Fall-spezifisch, nicht generisch), (8) drei Fall-spezifische Risiko-Signale.

Und dann kommt das Werkstück, das den Unterschied macht: ein fertiger Entwurf der Erstansprache per E-Mail — mit korrekter Anrede, Firmennamen, Aktenzeichen, konkreten Assets an denen du interessiert bist, dein Positionierungssatz. Zum Kopieren, direkt versenden.

3. Wie es funktioniert (unter der Haube)

Technisch ist es unspektakulär und deshalb robust: wir bauen einen strukturierten Prompt aus Fall-Daten + Käuferprofil, schicken ihn an ein Sprachmodell der Mittelklasse (Claude Haiku / GPT-4o-mini) und parsen die Antwort als striktes JSON. Die Antwort wird pro (Fall, Käuferprofil)-Paar gecacht, sodass jeder wiederholte Aufruf sofort geladen wird ohne erneute Kosten.

Die eigentliche Intelligenz liegt im Prompt-Design, nicht im Modell-Zauber. Wir instruieren das Modell explizit: erst Hard-Filter (wenn der dokumentierte Umsatz außerhalb der Ziel-Spanne liegt, ist der Fit-Score maximal 30), dann Fit-Analyse, dann Struktur-Empfehlung, dann Anwendung auf konkrete Assets kalibriert auf das Budget. Dass das funktioniert, liegt daran, dass wir die Fall-Daten in strukturierter Form liefern — Handelsregister-Grunddaten, Bundesanzeiger-Kennzahlen, Verwalter-Details — nicht als Prosa. Das Modell muss nichts erfinden.

Kosten pro Playbook: etwa 0,5 US-Cent. Latenz: 4-8 Sekunden. Skaliert damit problemlos auf Hunderttausende Fälle x Käuferprofile.

4. Warum das keine gimmick-KI ist

Die meisten „KI-Features” in SaaS-Produkten sind Marketing-Kaschmir über einem Chat-Widget, das aus Marketing-Materialien antwortet. Der Deal-Playbook ist etwas anderes: er trifft eine konkrete Entscheidung („kauf oder pass”), er nennt konkrete Zahlen (Asset-Wert-Range), er produziert ein artefakt (die E-Mail), das der Käufer sofort verwenden kann. Die Grenze zwischen „hübsche KI-Deko” und „echtes Werkzeug” ist genau diese Frage: entsteht ein Artefakt, das ein Mensch weiterverwendet, oder entsteht Prosa, die verpufft?

In der Distressed-M&A ist Zeit der wichtigste Wettbewerbsfaktor. Nicht Kapital, nicht Netzwerk, nicht Fachwissen — Zeit. Wer in Woche 2 nach Eröffnung mit einem fundierten Angebot beim Verwalter steht, gewinnt gegen den, der in Woche 4 mit einer Fragenliste anruft. Der Deal-Playbook macht dich schneller.

5. Ein konkretes Beispiel

Nehmen wir einen fiktiven Fall: „Beispiel-Textil GmbH”, Fashion-D2C, Umsatz zuletzt 2.4 Mio EUR, 12 Mitarbeiter, Eigenverwaltung seit 6 Wochen. Auf der Verwalter-Seite: Dr. Maier von Wellensiek.

Käufer-Profil A („Konsolidierer”): Family Office, Budget 500k-2M EUR, Fokus D2C-Fashion, Erfahrung im Retention-Marketing. Playbook: Fit-Score 82 (Strong fit). Struktur: Asset-Deal mit Belegschaftsübernahme nach §613a. Fokus-Assets: Marke, Kundendatenbank, Warenbestand (unter 20% Marktwert), 6-8 Kernmitarbeiter. E-Mail-Entwurf: Positionierung als Konsolidierer, konkrete Referenz auf früheren Deal, Termin-Vorschläge.

Käufer-Profil B („Micro-Deal-Operator”): 2-köpfiges Team, Budget max 10k EUR, sucht Marke plus Kundenliste zur Weiterführung im eigenen Setup. Playbook für DEN selben Fall: Fit-Score 34 (Poor fit). Struktur: Pass — oder alternativ: sehr selektiver Asset-Deal (nur Marke + Domain, wenn der Verwalter im Rahmen einer Restposten-Verwertung dazu bereit ist). Fokus-Assets sehr eingegrenzt: Marke, Domain, Bestellhistorie, keine Belegschaft, kein Bestand. E-Mail-Entwurf: minimale Positionierung, konkrete Ansage „reines IP-Interesse”.

Ein Fall, zwei Playbooks, zwei völlig unterschiedliche Handlungsempfehlungen. Genau das ist der Punkt: die Realität passt nie auf ein „Match-Score”-Zahl allein.

6. Was jetzt kommt

Der Playbook ist Version 1.0. Was auf der Roadmap steht: (a) Auto-Generation für Top-Match des Tages in der Morgen-E-Mail — damit jeder Nutzer morgens einen Fall + Playbook auf dem Tisch hat, ohne selbst zu suchen. (b) Buyer-Profile v2 mit strukturiertem Formular (Budget, Umsatzspanne, Sektoren als expliziten Feldern zusätzlich zur Prosa). (c) Playbook-Konversation — Chat-Layer auf dem generierten Playbook, für Rückfragen und Verhandlungs-Coaching.

Wenn du eines der Playbooks live sehen willst — sign in mit deinem Käuferprofil, öffne eines der Dossiers auf /unternehmen. In 10 Sekunden hast du den Aktionsplan.

Häufige Fragen

Wie oft kann ich Playbooks generieren?

In allen kostenpflichtigen Tarifen unlimitiert. Im Free-Tier drei pro Monat, damit du das Feature ausprobieren kannst — die generierten Playbooks bleiben natürlich dauerhaft gespeichert.

Wie gut sind die Empfehlungen?

So gut wie die Datenlage. Bei Fällen mit vollständigen Bundesanzeiger-Abschlüssen, Handelsregister-Auszug und Web-Präsenz sind die Playbooks scharf und handlungsleitend. Bei minimal angereicherten Fällen (z.B. sehr frische Sicherungsmaßnahmen ohne Detailinformation) ist das Modell konservativer und markiert die Unsicherheit explizit. Wir empfehlen immer die Verifizierung durch anwaltliche und steuerliche Beratung vor Angebotsabgabe.

Kann ich den Playbook auch für Fälle außerhalb eurer Plattform bekommen?

Aktuell nein. Der Playbook basiert auf unseren angereicherten Fall-Daten — Registerauszug, Bundesanzeiger, Web-Recherche, Verwalter-Historie. Ohne diese Basis würde die Qualität leiden. Wir prüfen, ob wir für Enterprise-Kunden ein „Bring-your-own-Case”-Interface anbieten.

Wer sieht meine Playbooks?

Ausschließlich dein Team im gleichen Übernahme-Radar-Konto. Playbooks sind privat, tenant-isoliert, DSGVO-konform gespeichert auf EU-Servern (Frankfurt).

Was passiert bei Änderung des Käuferprofils?

Neue Playbook-Generierungen berücksichtigen sofort das aktualisierte Profil. Bereits generierte, gecachte Playbooks bleiben zunächst gültig; du kannst pro Fall auf „Neu generieren” klicken, wenn du das aktualisierte Profil auch für ältere Fälle anwenden willst.

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