Signing und Closing

Signing ist die rechtsverbindliche Unterzeichnung des Kaufvertrags, Closing der tatsächliche Vollzug — Übergang von Eigentum, Besitz und wirtschaftlichem Risiko. Beide Termine fallen in Insolvenz-Deals oft zeitlich auseinander.

In der M&A-Praxis werden Signing (Unterzeichnung) und Closing (Vollzug) begrifflich streng getrennt. Beim Signing verpflichten sich die Parteien vertraglich zum Erwerb — Kaufpreis, Struktur (Asset-Deal oder Share-Deal) und Bedingungen stehen fest. Erst beim Closing gehen Eigentum, Besitz und das wirtschaftliche Risiko tatsächlich auf den Käufer über.

Zwischen Signing und Closing liegt in Insolvenz-Transaktionen häufig eine kurze Frist von wenigen Tagen bis wenigen Wochen — Zeit für aufschiebende Bedingungen (Closing Conditions): Zustimmung des Gläubigerausschusses, kartellrechtliche Freigabe bei größeren Deals, oder die Erfüllung vereinbarter Vorbedingungen. In dringenden Fällen (z. B. bei Zerschlagungsgefahr) fallen Signing und Closing auch auf denselben Tag — „Signing = Closing”.

Für Käufer ist die Differenzierung wichtig für die Risikoverteilung: Wertveränderungen zwischen Signing und Closing (z. B. Verlust wichtiger Kunden, Personalabgänge) betreffen üblicherweise weiterhin den Verkäufer bzw. die Masse, solange keine abweichende Regelung getroffen wurde. Der Verwalter drängt in der Praxis meist auf ein möglichst kurzes Zeitfenster, um Massekosten und Unsicherheit zu minimieren.

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